Herkömmliche Investitionen fokussieren in der Regel auf die alleinige Maximierung von finanzieller Rendite. Soziale Investitionen wollen unter Beibehaltung von finanziellen Zielgrössen einen weiteren Aspekt integrieren, nämlich das Erzielen positiver sozialer Auswirkungen. Dieser Ansatz fusst auf der Beobachtung, dass vielen sozialen Herausforderungen heute nicht alleine mittels staatlicher Hilfe bzw. klassischer Wohltätigkeit begegnet werden kann. Vielmehr bedarf es als Ergänzung des Einsatzes von marktbasierten Ansätzen.

Soziale Investitionen erfolgen durch Fremd- oder Eigenkapitalanlagen in Bereichen wie Armutsbekämpfung (z.B. Gewährung von Mikrokrediten in Schwellenländern), Gesundheitswesen (z.B. Entwicklung und Vertrieb günstiger Medikamente gegen Tropenkrankheiten) oder berufliche Integration (z.B. Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischen Schwierigkeiten in der Schweiz).

Soziale Investoren versuchen, Firmen und Organisationen zu identifizieren, welche solche Themen bzw. Ziele aktiv und auf effektive Weise verfolgen. Es können zwei Gruppen von potenziellen Investitionszielen unterschieden werden:

  • Vermehrt wenden sich „klassische" Unternehmen - vor allem kleine und mittlere Betriebe - einem „breiten" Verständnis von Rendite zu, wollen also nebst finanziellem Profit auch gesellschaftlichen oder ökologischen Nutzen stiften. Viele Firmen waren schon immer einem solchen Verständnis view site, betonen jedoch diese Sichtweise heute wieder stärker.
  • Daneben gibt es seit einigen Jahren eine stark wachsende Anzahl von „Sozialunternehmen" - Firmen oder Organisationen, deren Zweck explizit soziale Themen beinhaltet. Solche Organisationen können durchaus finanziell profitabel sein, was aber häufig nicht das vorrangige Ziel ist. Vielmehr steht die Lösung eines sozialen oder gesellschaftlichen Problems im Zentrum.